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Gefühle benennen üben mit Kindern - die 10 besten Materialien

  • Autorenbild: therapieschatzkiste
    therapieschatzkiste
  • 23. Sept. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Um mit Gefühlen gesund umzugehen, müssen Kinder im ersten Schritt lernen, diese zu erkennen und zu benennen. Dabei können wir ihnen mit tollen Kinderbüchern oder anderen Materialien, wie beispielsweise Kartensets helfen. In meiner Arbeit als Therapeutin für Kinder und Jugendliche habe ich schon viele Materialien zum Thema Gefühle kennengelernt.

Die schönsten und bei den Kindern beliebtesten Materialien stelle ich in diesem Artikel vor.


Platz 1: Bildkarten Gefühle

Die Bildkarten Gefühle sind für mich ein echter Klassiker - sie sind sowohl für Kindergarten, Schule, Therapie als auch für jedes Kinderzimmer geeignet. Die süßen Gefühlsmonsterchen zeigen die Grundemotionen. Die liebevollen Illustrationen sind ansprechend und die Kinder lieben es, die verschiedenen Gefühle der kleinen Monsterchen zu beschreiben oder nachzuspielen. Hier kann man ins Rollenspiel abtauchen und den Gefühlen mal so richtig auf die Spur kommen: Welche Mimik braucht es? Wie ist die Körperhaltung bei dem Gefühl? Was machen wir, wenn wir uns so fühlen?


Toll sind außerdem die dazugehörigen Situationskarten, mit denen die Empathiefähigkeit und das Erkennen und Benennen der Gefühle besonders gut geübt werden kann. Da sieht man beispielsweise ein trauriges Kind, das über ein Haustier trauert, ein ängstliches Kind beim Klettern oder ein fröhliches Kind beim Schaukeln.


Einsatzmöglichkeiten: Gerade wenn es Kindern noch schwer fällt über Gefühle zu sprechen, können sie auf den Bildern zeigen, was in ihnen vorgeht. Ich frage beispielsweise: "Wie geht es dir heute? Suche doch mal zwei Karten aus, die zeigen wie es dir geht". Oft wird es für Kinder mit den Karten in der Hand einfacher, sich auszutauschen. Zu den Situationskarten können die passenden Gefühlsmonsterchen gelegt werden oder jedes Kind darf sich ein Gefühlsmonsterchen aussuchen und eine Situation erzählen, in der es dieses Gefühl schon mal gespürt hat.


Platz 2: Kinderfachbücher von Dagmar Geißler

Super gut gefallen mir die Kinderfachbücher von Dagmar Geißler - daher empfehle ich sie immer wieder.


Kinder ab 5 Jahren lernen hier das Erkennen und Benennen von Gefühlen. Außerdem werden Ideen zum Umgang mit starken Gefühlen aufgezeigt.

Die Texte sind nicht zu lang und dennoch informativ und über die Bilder kann man gut in Austausch kommen. Wohin mit meiner Wut? und Mein erstes Buch der Gefühle sind die beliebtesten Klassiker.


Platz 3: Das Farbenmonster: Das Pop-up Buch und Spiel

Die Farbenmonster in verschiedenen Farben helfen, Gefühle zu erkennen, zu benennen und zu sortieren. Die spielerische Geschichte hilft, über Gefühle ins Gespräch zu kommen. Sehr schön illustriert und durch den lustigen Pop-up-Effekt natürlich besonders spannend für die Kinder.

Beim Farbenmonster gibt es sowohl das Buch:

Das Farbenmonster, als auch das Spiel:



Das Farbenmonster kann fröhlich sein wie goldgelber Sonnenschein oder traurig und zurückgezogen wie ein stiller blauer See oder rot vor Wut. Und das ist auch gut so. Nur alles auf einmal, wütend und fröhlich und traurig, das ist überhaupt nicht gut. Deshalb lernt das Farbenmonster, seine Gefühle nach Farben zu ordnen.

  • für 2-5 Spieler ab 4-Jahren

  • Spieldauer ca. 20min

  • entwickelt von Psychologin und Kunsttherapeutin Anna Llenas



Platz 4: Das große Gefühle Wimmelbuch

Endlich gibt es auch ein Wimmelbuch zum Thema Gefühle! Dabei sind so viele verschiedene Szenen und Gefühle gemalt - man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll!


Die Kinder finden es sehr spannend, Alles zu entdecken und darüber zu sprechen. Wirklich süß gestaltet und daher sehr zu empfehlen!



Platz 5: Kennst du das Gefühl...?

Noch mehr goldige Gefühlsmonster! Bei den Kennst du das Gefühl...? - Karten geht es um die Familie Feinfühler, die 30 verschiedene Gefühle repräsentieren. Jede Karte thematisiert im Rahmen einer Monstergeschichte ein Gefühl, das die Kinder aus ihrem Alltag kennen. Die dazu passende, prägnante und kindgerechte Illustration auf der Kartenvorderseite unterstützt dabei das Verständnis und liefert einen ersten Gesprächsanlass.

  • für Kinder ab 3 Jahren geeignet

  • Impulsfragen im Booklet geben Struktur und helfen den Pädagoginnen und Pädagogen, mit den Kindern zielgerichtet in den Austausch zu treten.

Platz 6: Gefühle - So geht es mir!

Das schöne an dem Bilderbuch Gefühle - So geht es mir! ist,

dass es neben viele anschaulichen Bildern, die zum Sprechen über Gefühle einladen, zusätzlich Ideen zum Umgang mit diesen Gefühlen liefert.

zum Beispiel: Wenn du Sorgen hast...

- Stell dir vor, du treibst einen Bach hinunter und lässt alle Sorgen los

- Sprich mit Jemandem darüber

  • mit Übungen für Kinder zum Umgang mit Gefühlen, beispielsweise Anregungen für Imaginationsübungen

  • Tipps für Eltern

Platz 7: Ein gutes Gefühl - Gefühlstagebuch:

Um mehr in Kontakt mit den eignen Gefühlen zu kommen, eignen sich das Gefühlstagebücher für Kinder von: Ein gutes Gefühl. Das Reflektieren über eigene Gefühle kann dabei helfen , sich selbst besser zu beobachten und besser kennenzulernen und in einem zweiten Schritt zu einem gesünderen Umgang mit den eigenen Gefühlen beitragen.

  • geeignet für Kinder ab 6 Jahren

  • mit vielen süßen Illustrationen und kindgerechten Impulsfragen zum Thema Gefühle, Achtsamkeit und Dankbarkeit

Platz 8: 30 Gefühlekarten für Kinder

Der Don Bosco- Verlag liefert ein weiteres tolles Kartenset zum Thema Gefühle:

Die Karten zeigen Situationen aus dem Kinderalltag, die eng mit Gefühlen verknüpft sind. Das hilft Kindern, ihre Gefühle zu benennen, zu verarbeiten und darüber zu reden!

  • Emotionen beschreiben und ausdrücken: Sozial-emotionale Entwicklung bei Kindern fördern

  • 30 Karten in kindgerechter Größe: farbenfrohe Darstellung der Emotionen mit einer ausdrucksstarken Illustration von Gabriele Pohl auf der Kartenvorderseite

  • Über Gefühle sprechen: Impulsfragen und Gesprächsanregungen auf der Kartenrückseite

  • Inkl. Infokarte mit Hinweisen zur emotionalen Entwicklung und Methodik des Sets

  • Vielseitig und spontan einsetzbar: ideal für ein pädagogisches Angebot in Kita, Grundschule oder als therapeutisches Material

Platz 9: Sorgenfresserchen - über Gefühle erzählen, Sorgen aufschreiben

Die süßen Sorgenfesserchen können wie alle Kuscheltiere zum Kuscheln und Lieb-Haben benutzt werden.

Sie eignen sich außerdem sehr gut als Anlass, um nach Gefühlen zu fragen, die das Kind gerne loslassen würde, beispielsweise Wut, Sorgen oder Ängste.

Einsatzmöglichkeiten:

  • die Kinder können den Sorgenfresserchen erzählen, wie sie sich gerade fühlen

  • die Kinder können aktuelle Ängste und Sorgen aufschreiben und dem Sorgenfresserchen in den Mund legen, damit es die Sorgen auffrisst

  • das Sorgenfresserchen kann ein Helferlein zum Kuscheln und lieb-haben sein

Platz 10: Löwenlaune

Das Spiel Löwenlaune liebe ich sehr in der therapeutischen Arbeit - die Karten der unterschiedlich fühlenden Löwen sind sehr süß illustriert.

Dem Entwicklungsstand der jeweiligen Spieler angepasst, werden am Beispiel verschiedenster Alltagssituationen mögliche Gefühle und die zugehörigen Gedanken thematisiert. Die Spieler lernen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, eine Situation zu bewerten und erkennen, dass sie es selbst sind, die ihre Gefühle mit ihren Gedanken beeinflussen können.

Inklusive Zusatzmaterial zum Download auf der Homepage des Verlages.


Passende Beiträge bei der Therapieschatzkiste:


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7 Kommentare


Seth
Seth
26. Mai

Hallo zusammen! Ich muss sagen, dieser Artikel hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Die Idee, Gefühle bei Kindern gezielt zu benennen und zu üben, ist so wichtig und wird oft unterschätzt. Ich erinnere mich noch gut an meine eigenen Anfänge damit. Anfangs war ich auch eher überfordert und wusste nicht genau, wie ich das am besten angehen sollte. Es ist nicht immer einfach, die richtigen Worte zu finden, besonders wenn man selbst noch dabei ist, die eigene emotionale Intelligenz zu schärfen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die gründliche Recherche, die hinter den vorgestellten Materialien steckt. Das merkt man dem Beitrag wirklich an. Es ist toll, dass hier so konkrete und praxistaugliche Hilfen angeboten werden. Ich bin fest davon überzeugt,…


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Jenette
Jenette
10. Apr.

Hallo! Ich wollte nur mal kurz meine Gedanken zu deinem Beitrag über das Benennen von Gefühlen bei Kindern teilen. Ich finde die Idee, das mit den richtigen Materialien zu üben, wirklich spitze. Deine Perspektive darauf ist so wertvoll, weil sie so praxisnah ist. Ich habe mich gefragt, ob diese Methoden auch für absolute Anfänger funktionieren, also für Eltern, die selbst noch unsicher sind, wie sie ihre eigenen Gefühle gut ausdrücken können. Ehrlich gesagt, ich hatte neulich eine ähnliche Erfahrung, als ich versucht habe, meinem eigenen Kind zu helfen, seine Emotionen zu verstehen. Es ist gar nicht so einfach, wie man denkt! Aber deine Vorschläge für Materialien klingen super hilfreich. Es ist so wichtig, dass mehr Leute von diesen Ansätzen erfahren.…


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Cassedy Garcia
Cassedy Garcia
10. Apr.

Vielen herzlichen Dank fürs Teilen dieser tollen Materialien! Das ist wirklich aufschlussreich, gerade was das Üben des Benennens von Gefühlen bei Kindern angeht. Ich habe das schon in meinen eigenen Erfahrungen bemerkt, wie wichtig es ist, Kindern dabei zu helfen, ihre Emotionen zu verstehen und auszudrücken. Oft ist da ja noch viel mehr drin, als man auf den ersten Blick denkt, und gerade die richtigen Hilfsmittel können da einen riesigen Unterschied machen. Ich werde mir diese Liste auf jeden Fall in meine Lesezeichen legen, damit ich sie immer griffbereit habe. Es ist so wertvoll, wenn man praktische Tipps und Ressourcen bekommt, die einen wirklich weiterbringen. Gibt es vielleicht noch weitere gute Quellen, die Sie empfehlen können, um dieses Thema weiter…


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Elena
Elena
10. Apr.

Hallo! Erstmal vielen Dank für diesen wirklich tollen Beitrag. Die Idee, Gefühle bei Kindern gezielt zu benennen, finde ich super wichtig. Ich habe letzte Woche genau das mit meiner Nichte erlebt. Sie war total aufgewühlt, weil sie ihr Lieblingsspielzeug verloren hatte. Anstatt einfach nur zu sagen "Sei nicht traurig", habe ich versucht, ihre Gefühle zu benennen und zu sagen "Ich sehe, du bist gerade sehr enttäuscht und wütend, dass dein Spielzeug weg ist." Das schien ihr wirklich zu helfen, sich etwas zu beruhigen. Deine Liste an Materialien ist spitze! Gibt es vielleicht noch weitere Ressourcen, die du empfehlen könntest, wenn es darum geht, Kindern zu helfen, ihre Emotionen zu verstehen und auszudrücken? Ich finde deine Perspektive darauf, wie man diese…


kingmaker

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Marta
Marta
03. Apr.

Wow, ein wirklich toller Beitrag! Du hast mir damit echt aus der Seele gesprochen, gerade was das Benennen von Gefühlen angeht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwierig das anfangs für mich war, als ich versucht habe, meinem Sohn die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen näherzubringen. Manchmal fiel mir selbst kein passendes Wort ein, und das ist doch schon peinlich, oder? Deine Materialien sind da eine super Hilfe, da muss ich dir wirklich ein großes Lob aussprechen. Hut ab vor dieser Recherche und der praktischen Umsetzung. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich dieses Thema bei dir weiterentwickelt und welche neuen Erkenntnisse du vielleicht noch teilst. Deine Herangehensweise finde ich sehr wertvoll und inspirierend.


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